Sport: Sieg unter Folter | Video der Sendung vom 29.11.2018 00:55 Uhr (29.11.18)

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Argentiniens Militärdiktator Jorge Rafael Videla 1978 in Buenos Aires mit den Weltmeistern, Quelle: dpa

Sport

Sieg unter Folter

29.11.2018 | 29 Min. | Verfügbar bis 29.11.2019 | Quelle: WDR

Immer wieder missbrauchen Gastgeberländer Fußball-Weltmeisterschaften als politisches Machtinstrument. Der Weltverband FIFA gibt sich stets unpolitisch. So auch vor 40 Jahren, bei der WM 1978 in Argentinien, als die Militärjunta unter Diktator Jorge Rafael Videla die Fußballbegeisterung der Massen für ihre Ziele vereinnahmte. Gastgeber Argentinien gewann den Titel, zum ersten Mal in seiner Geschichte, und das während einer der brutalsten Diktaturen Lateinamerikas. Das Endspielstadion lag nur ein paar hundert Meter entfernt vom größten Geheimgefängnis, der ESMA; auch während des vermeintlichen Fußball-Festes wurde hier gefoltert. Zwischen 1976 und 1983 fielen rund 30.000 Menschen der Militärjunta zum Opfer, bis heute werden tausende vermisst. Politische Gegner und Regimekritiker wurden entführt, in geheimen Gefängnissen gefoltert oder lebendig aus Flugzeugen in den Rio de la Plata geworfen.

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