Im Südwesten: Handwerkskunst! - Wie man eine Monstranz fertigt | Video der Sendung vom 07.06.2019 21:00 Uhr (7.6.19)

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Hans Joachim Bleier, Quelle: SWR

Im Südwesten

Handwerkskunst! - Wie man eine Monstranz fertigt

07.06.2019 | 44 Min. | Verfügbar bis 05.06.2020 | Quelle: SWR

Eine Monstranz für eine Kirche bauen zu dürfen, ist ein Ritterschlag für jeden Silberschmied. Die Monstranz gehört zu den wichtigsten kirchlichen Schaustücken und hat eine zentrale Rolle in der katholischen Liturgie, sie trägt nämlich das Allerheiligste: Die Hostie. Mit dementsprechend viel Liebe zum Detail geht Hans -Joachim Bleier aus Rottenburg ans Werk. Da es sich um ein einzigartiges Stück handelt, gibt es keinen fertigen Bauplan, an den er sich halten kann. Für alle technischen Herausforderungen muss er sich selbst eine Lösung einfallen lassen. Denn eine Monstranz soll nicht nur schön sein, sondern muss auch funktionieren: Der User, in dem Fall der Pfarrer, muss während des Gottesdienstes in einer weihevollen Handlung die Hostie einsetzen können. Da darf nichts ruckeln oder hakeln. So ein Auftrag bietet für Bleier handwerkliche Vielfalt: Von Messing über Silber bis hin zu Emaille, muss er die verschiedensten Materialien bearbeiten und jedes einzige Element selbst herstellen - Fertigteile gibt es für eine Monstranz nicht. Manche Arbeiten, wie Steine fassen oder ein Scharnier selbst bauen, sind filigran und erfordern viel Geduld und Präzision. Andere Arbeiten, wie das Treiben und Umformen des Metalls dagegen Körperkraft und Schweiß. Am Ende liegen hunderte von Einzelteilen vor ihm, alle in stundenlanger Handarbeit geformt und bearbeitet, die er in Kleinarbeit zu einem Ganzen zusammensetzt.

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