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Virginia Woolf, Quelle: picture-alliance/dpa

Orlando - Das Hörspiel

Virginia Woolf: Orlando. Eine Biographie (3/6)

01.02.2019 | 48 Min. | Quelle: BR

Der schöne Orlando lebt das glamouröse Leben eines Botschafters in Konstantinopel, wird in den Herzogenstand erhoben, heiratet eine Tänzerin und fällt in einen siebentägigen Schlaf. Als Orlando daraus erwacht, ist sie eine Frau. "Ich will die Biographie über Nacht revolutionieren!" notierte sich Virginia Woolf im Jahr 1927 ins Tagebuch. Sie schrieb "Orlando" angefeuert von der Begeisterung für die schillernde Adelige Vita Sackville-West in nur wenigen Monaten. Als schönsten Liebesbrief der Literaturgeschichte hat man das Werk bezeichnet: Sackville-West stand ihrer Freundin in vielem Modell für ihre Romanfigur.

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Alfred Andersch: Die Letzten vom Schwarzen Mann | Nachkriegshörspiel

22.02.2020 | 64 Min. | hr2-kultur

LITERATUR: Die Letzten vom "Schwarzen Mann" von Alfred Andersch | Eine der höchsten Erhebungen der Schnee-Eifel heißt "Schwarzer Mann" - benannt nach den schwarzen Gesichtern der Bergleute, die dort früher beim Abbau von Bleierz im Bergwerk unter unmenschlichen Bedingungen schufteten. In Alfred Anderschs Hörspiel "Die Letzten vom Schwarzen Mann" ist diese Gegend doppelt mit einer dunklen Vergangenheit besetzt. Denn in diesem Gebiet entlang der Belgischen Grenze wurden während der Ardennen-Offensive Hitlers im Zweiten Weltkrieg fast 40 000 alliierte und deutsche Soldaten im schneereichen Winter 1944 getötet. Der Frontverlauf war trotzdem nach wenigen Monaten wiederhergestellt, als hätte es all jene Verluste nie gegeben. In Anderschs Hörspiel "Die Letzten vom Schwarzen Mann" aber suchen die Geister dieser Toten die Lebenden heim, sie verbünden sich mit den dunklen Erinnerungen der Einzelnen. Sein Anschreiben gegen das Vergessen und Verdrängen der Nachkriegszeit ist es, was Alfred Andersch zu einem der bedeutendsten Autoren der Gruppe 47 machte. Eine der höchsten Erhebungen der Schnee-Eifel heißt "Schwarzer Mann" - benannt nach den schwarzen Gesichtern der Bergleute, die dort früher beim Abbau von Bleierz im Bergwerk unter unmenschlichen Bedingungen schufteten. In Alfred Anderschs Hörspiel "Die Letzten vom Schwarzen Mann" ist diese Gegend doppelt mit einer dunklen Vergangenheit besetzt. Denn in diesem Gebiet entlang der Belgischen Grenze wurden während der Ardennen-Offensive Hitlers im Zweiten Weltkrieg fast 40 000 alliierte und deutsche Soldaten im schneereichen Winter 1944 getötet. Der Frontverlauf war trotzdem nach wenigen Monaten wiederhergestellt, als hätte es all jene Verluste nie gegeben. In Anderschs Hörspiel "Die Letzten vom Schwarzen Mann" aber suchen die Geister dieser Toten die Lebenden heim, sie verbünden sich mit den dunklen Erinnerungen der Einzelnen. Sein Anschreiben gegen das Vergessen und Verdrängen der Nachkriegszeit ist es, was Alfred Andersch zu einem der bedeutendsten Autoren der Gruppe 47 machte.

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